Bronzefigur des Mars
© Courtesy of Sothebys, Foto: Rick Jenkins

Ein Gott auf Reisen

Der Dresdner Mars von Giambologna

Zum Regierungsantritt von Kurfürst Christian I. von Sachsen 1587 sandte der toskanische Großherzog Francesco I. de’ Medici kostbare Geschenke aus Florenz nach Dresden, unter anderem drei Kleinbronzen seines Hofbildhauers Giambologna, zu denen der Künstler als persönliche Gabe eine weitere hinzufügte: den sogenannten "Dresdner Mars".

  • Ausstellungsort Schlossbergmuseum, Chemnitz
  • Laufzeit 11.08.2019—10.11.2019
  • Öffnungszeiten täglich 10—18 Uhr, Montag geschlossen

mars

Dieser wurde im Rahmen der Fürstenabfindung 1924 an den Familienverein »Haus Wettin« abgegeben und gelangte so in den Kunsthandel und schließlich in den Besitz der Bayer AG in Leverkusen. Ein Akt gesellschaftlichen Engagements ermöglichte es nun den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, den Mars zurück zu erwerben und somit die vier Statuetten Giambolognas, die zu den schönsten und frühesten datierbaren Kleinbronzen des berühmten Florentiner Bildhauers zählen, wieder zu vereinen.

Die glückliche Rückkehr dieses kulturgeschichtlich für Sachsen so bedeutenden Kunstwerks bietet nun die Gelegenheit, Aufmerksamkeit auf ein hochbedeutendes Denkmal zu lenken, das es wahrscheinlich ohne die Anregung durch das »Fürstengeschenk von 1587« in dieser Form nicht geben würde. Die vier exquisiten Kleinbronzen von Giambologna beindruckten Christian I. offenbar so stark, dass er die Grablege seiner Ahnen im Freiberger Dom mit Bronzeskulpturen ausstatten lassen wollte. Der sächsische Hofarchitekt Giovanni Maria Nosseni wurde daher umgehend nach Florenz gesandt, wo es ihm gelang, den Giambologna-Schüler Carlo di Cesare del Palagio (1538–1598) anzuwerben, der von 1590–1593 im Ostchor des Freiberger Doms die prachtvolle Grabkapelle der Wettiner mit 13 lebensgroßen Bronzefiguren ausführte.

Bronzefigur des Mars
© Courtesy of Sothebys, Foto: Rick Jenkins
Giambologna, Dresdner Mars, Florenz, vor 1587

video

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Ein Gott auf Reisen: Der Dresdner Mars von Giambologna ist zurück in Sachsen
Ein Gott auf Reisen: Der Dresdner Mars von Giambologna ist zurück in Sachsen

Ausstellungsstationen

23.01.-31.03.2019

Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg

Die erste Sonderschau anlässlich der Heimkehr des »Dresdner Mars« nach Sachsen wurde im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg gefeiert. Im Mittelpunkt der Präsentation steht die berühmte Statuette, die trotz ihres kleinen Formats eine erstaunlich monumentale Wirkung entfaltet. Durch ihre heroische Haltung und konzentrierte Energie erscheint die Figur wie ein Sinnbild jener inneren Kraft, die einem Herrscher wahre Würde verleiht. Giambolognas außergewöhnliches Geschenk erweist sich somit als überaus passende Gabe für einen jungen Fürsten, der gerade die Regierungsgeschäfte übernommen hatte.

Kapelle
© SKD, Foto: Oliver Killig
Präsentation des Mars am 23.01.2019 im Dom zu Freiberg

Als weiteres Highlight

Als weiteres Highlight wird die sonst nicht zugängliche kurfürstliche Begräbniskapelle im Freiberger Dom eigens geöffnet und kann mit dem Museumsticket besichtigt werden. Sie stellt nicht nur einen Höhepunkt der Bildhauerkunst der Spätrenaissance, sondern auch ein Denkmal fürstlicher Repräsentation und machtpolitischen Anspruchs allerersten Ranges dar.

Präsentation des Mars am 23.01.2019 in Freiberg

Materialien

Weitere Ausstellungsstationen

Schloss Hartenfels, Torgau: 16. April – 19. Mai 2019 Schlossmuseum, Chemnitz: 10. August – 11. November 2019

Präsentation des Mars am 23.01.2019 in Freiberg
© SKD, Foto: Oliver Killig

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